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Und was ist mit Arbeitskleidung in Übergrößen?
Wie kann ich die richtige Größe für meine Arbeitskleidung ermitteln?
Die richtige Größe für deine Arbeitshose
Die richtige Größe für deine Oberteile

Hast du gerade zufällig Arbeitskleidung an? Wie sitzt die denn so? Wenn du jemals Sätze gehört hast, wie: „Na, haben wir heute Papis Jacke an?“ oder: „Coole Hose! Ist das die Charlie-Chaplin-Edition?“ oder: „Hey, ist heut’ Fasching? Als was gehst du? Als 12 Kilo Blutwurst?“ – tja, dann solltest du durchaus mal erwägen, die optimale Größe deiner Arbeitskleidung zu ermitteln. Aber auch abseits von solchen offensichtlichen Extremfällen lohnt es sich, einen Blick auf die Passform zu werfen.

Lügen haben kleine Größen

Vermutlich hast auch du sie noch im Kleiderschrank liegen: Diese eine Lieblingsjeans von vor 10 Jahren, in welche du in diesem Leben vermutlich nie wieder hineinkommst. Aber es gibt vielleicht noch Hoffnung: schau´ mal auf das Größenetikett des Kleidungsstücks, das dir nicht mehr passt, merk´ sie dir, besuche eine der größeren Klamottenläden und wähle dasselbe Kleidungsstück von derselben Größe aus.

Die Chancen stehen gar nicht mal so schlecht, dass dir besagte unmögliche Kleidergröße plötzlich passt. Zauberei? Spontane Gewichtsabnahme? Wohl kaum. Der faule Trick daran nennt sich „Schmeichelgröße“ – die Klamotten fallen tatsächlich eine oder zwei Nummern größer aus, als auf dem Etikett steht. Wie nett von denen, nicht wahr? Tja, auf die offiziellen Größentabellen der Modehändler ist anscheinend kein Verlass mehr.

Diese Sorgen musst du dir im Bereich der Arbeitskleidung jedenfalls nicht machen – hier ist eine Größe L normalerweise noch eine L und eine 38 noch eine 38. Nichtsdestotrotz solltest du dich aber nicht allein auf die Größe verlassen, wenn du möchtest, dass Arbeitsjacke, Arbeitshose, Arbeitshemd & Co auch wirklich gut sitzen sollen.

Das Zauberwort heißt Passform. Und diese kann von Hersteller zu Hersteller durchaus etwas variieren. Kurze Erläuterung: Die Konfektionsgröße sagt noch nichts darüber aus, ob dein Körperbau zur Kleidung passt. Schmale Schultern, breites Kreuz, kurze Arme, dünne Beine … Menschen sind verschieden!

Regular Fit. Der alte Klassiker unter den Passformmodellen. Ein gerader Schnitt mit einer dezenten Taillierung dieser einen besonderen Komfort ermöglicht. Diese Schnittform bietet eine hohe Bewegungsfreiheit und sitzt bequem. Der Regular-Fit-Schnitt ist ein guter Allrounder.

Und deswegen gibt es, passend zu der jeweiligen Größe, oft auch Bezeichnungen, die schon auf den jeweiligen Körperbau abzielen. Der Name für die Passform von Hemden und Blusen (man nennt sie auch Schnitte) heißen bei Weitblick zum Beispiel „Body Fit“, „Slim Fit“, „Modern Fit“, „Regular Fit“ oder „Comfort Fit“. Hosen für den Business- und Casual-Bereich etwa haben hingegen in der Regel eine gerade Schnittführung, was dem „Regular Fit“ gleichkommt“.

So weit so klar: Jemand, der vom Körperbau her eher der Slim-Typ ist und kein Problem mit enganliegenden Hemden oder Blusen hat, wählt die Slim-Fit-Variante derselben Größe. „Hey, wenn ich aber normalerweise M trage und mir dann einfach ein Slim-Fit-Hemd in XL hole, dann geht’s doch, oder?“ Nein, ernsthaft. Tu’s nicht. Wenn du es lieber lockerer magst, nimm „Regular-“ oder „Comfort-Fit“.

Ergonomie gibt’s nicht nur beim Bürostuhl

Bei Arbeitskleidung für den Handwerksbereich – da, wo sie also wirklich mal was aushalten muss – sieht die Sache wieder anders aus. Die „Ich hätte meine Arbeitshose bitte in skinny und low rise!“-Nummer kannst du also getrost vergessen. Über Geschmack in Sachen Passform lässt sich zwar streiten, aber eine mega-enge Hose auf der Baustelle wäre (nicht nur) rein arbeitstechnisch auf so vielen Ebenen ein richtiger Fail. Du erinnerst dich ja: Was ist Arbeitskleidung, die unpraktisch ist, nix abkann und dich bei der Arbeit behindert oder gar gefährdet? Genau – das ist keine Arbeitskleidung!

Weil Arbeitskleidung nicht nur zu so vielen Leuten mit unterschiedlichen Körpergrößen und -proportionen passen, sondern auch in total verschiedenen Arbeitsbereichen einsetzbar und robust sein muss, haben die Weitblicker ganz was Feines für dich, was Größe und Passform angeht: Die ergonomische Schnittführung. „Was heißt das jetzt schon wieder?“ Es ist ja so: Standardkram in Sachen Arbeitskleidung passt sicherlich einem relativ breiten Publikum, aber Tragekomfort, Bewegungsfreiheit und Funktionalität sind dann erfahrungsgemäß eben auch eher mittelmäßig. „Okay, und dieses Ergonomie-Dings ist jetzt ein echter Knaller?“

Flex-Zonen: Speziell entwickelte flexible Einsätze sorgen an den richtigen Stellen für noch mehr Bewegungskomfort.

Ja, ist es. Stell dir vor, du arbeitest in unbequemen Körperpositionen: Bücken, Knien, Hocken, Strecken, Überkopfarbeit … jeder Klempner, Maler, GaLa-Bauer oder Mechaniker, kann ein Lied davon singen. Hast du Bock auf den Bauchfrei-Look? Willst du deinen Rücken bei der Arbeit mal ordentlich durchlüften? Die Ärmel bei jeder Bewegung hoch- und runterrutschen lassen? Deine Kniekehlen mal schön abschnüren? Der Allgemeinheit dein Bauarbeiterdekolleté präsentieren? Nur zu, dann greif ruhig zur 08/15-Arbeitskleidung! Aber 08/15 kann schließlich jeder!

Der entscheidende Vorteil von Arbeitskleidung mit ergonomischer Schrittführung ist, dass sie deinen typischen Bewegungsmustern folgt und immer gerade dort mehr Freiraum bietet, wo du ihn gerade benötigst. Die Taschen für dein Werkzeug und andere Utensilien sind genau dort angebracht, wo sie dich garantiert nicht stören, wenn du dich bückst oder hinkniest. So engt dich deine Arbeitskleidung auch dann nicht ein, wenn sie eher körpernah geschnitten ist. Mein Vorschlag: Probier´ sie mal an!

Und was ist mit Arbeitskleidung in Übergrößen?

Wichtiges Thema! Wenn ich mir in den Klamottenläden in Frankfurt auf der Zeil ab und an mal normale Alltagsklamotten anschaue, ist meist schon bei Größe XL Schluss. Da stell´ ich mir die Suche nach ordentlich verarbeiteter Arbeitskleidung in Übergröße als ganz schöne Herausforderung vor. Ich hab’ also mal kurz im Weitblick-Onlineshop nachgeschaut und die gute Nachricht für die großen Damen und Herren unter uns lautet: Fast das ganze Sortiment an Arbeitskleidung ist auch in Übergrößen erhältlich – kleine Auswahl gefällig?

Im Netz liest man leider hier und da, dass Kleidung in Übergrößen – ob aus Onlineshops oder im Übergrößen-Laden – nicht nur viel teurer, sondern auch oft schlecht verarbeitet und auch designmäßig nicht gerade der Kracher ist. Das kann ich selbst jetzt zwar nicht beurteilen, aber das Schöne an Weitblick-Arbeitskleidung ist: Auch bei Übergrößen müssen keine Abstriche in Sachen Optik und Funktionalität gemacht werden.

Was nämlich für eine Arbeitshose in Größe 40 gilt, gilt auch für eine Arbeitshose in Größe 74. Fairerweise muss man zwar sagen, dass der Preis für Arbeitskleidung material- und verarbeitungsbedingt etwas höher liegt, als bei Alltagsgrößen. Aber: Der größte Preisunterschied, den ich im Weitblick-Shop entdeckt habe, liegt bei gerade mal zehn Euro für die genannte Arbeitshose in Übergröße. Keine große Sache, oder?

Wie kann ich die richtige Größe für meine Arbeitskleidung ermitteln?

Du erinnerst dich: Die Größe allein sagt noch nichts über die Passform der Arbeitskleidung aus. Eine Orientierungshilfe, ob dir die Weitblick-Workwear passt, liefert dir die Maßtabelle im Weitblick-Onlineshop. Das sieht jetzt auf den ersten Blick nach einer Menge Zahlen, Maßen und Größen aus, aber keine Sorge. Denn das Einzige, was du tun musst, ist, deine Körpermaße mit den Maßangaben in der Tabelle zu vergleichen. „Und woher weiß ich, was meine Körpermaße sind?“ Na ganz einfach: Messen! Du brauchst lediglich ein normales Maßband dazu.

Unsere Empfehlung: Misst euch am besten mit Unterwäsche aus! Zur Masstabelle geht’s hier

Ich weiß, Körpermaße nehmen ist nicht unbedingt deine Lieblingsbeschäftigung – meine auch nicht! Aber wenn du es einmal erledigt und dir die Ergebnisse aufgeschrieben hast, kannst du immer wieder auf deine Maße zurückgreifen. Es sei denn, du wächst oder schrumpfst urplötzlich oder du nimmst etwas stärker ab oder zu – dann solltest du lieber nochmal nachmessen. Also: Zettel und Stift raus, Maßband bereithalten und los geht’s! Wichtig: miss immer eng am Körper, halte das Maßband stramm, wenn du die Taille misst und lass dir idealerweise von jemandem dabei helfen. Anhand folgender Maße kannst du am Ende die optimale Passform ermitteln:

Die richtige Größe für deine Arbeitshose:

Männer

Miss deine Bundweite
Diese misst man entlang der Oberkante des Hosenbundes.

Miss deinen Taillenumfang
Die schmalste Einbuchtung der Taille ist die Stelle, an der du hier das Maßband anlegst.

Miss deine Schrittlänge
Damit ist nicht etwa gemeint, wie weit der Abstand ist, wenn du einen Schritt gehst. Man misst die Schrittlänge an der Innenseite des Beines vom Schritt bis zur gewünschten Länge der Hose.

Frauen

Miss deinen Hüftumfang
An der breitesten Stelle im Bereich der Beckenknochen wird der Hüftumfang bestimmt oder besser gesagt, an der stärksten Stelle des Gesäßes.

Miss deine Schrittlänge
Damit ist nicht etwa gemeint, wie weit der Abstand ist, wenn du einen Schritt gehst. Man misst die Schrittlänge an der Innenseite des Beines vom Schritt bis zur gewünschten Länge der Hose.

Die richtige Größe für deine Oberteile (Arbeitsjacke/ Hemden /Blusen/ Shirts/ Sweatshirts):

Miss hierzu deinen Brustumfang
Dies ist der waagerecht gemessene Umfang an der stärksten Stelle der Brust.

Miss deinen Taillenumfang
Die schmalste Einbuchtung der Taille ist die Stelle, an der du hier das Maßband anlegst

Miss deinen Hüftumfang
An der breitesten Stelle im Bereich der Beckenknochen wird der Hüftumfang bestimmt.

Ärmellänge
Um die Ärmellänge zu bestimmen, musst du deinen Arm ganz leicht anwinkeln und legst dann das Maßband von der Armkugel über den Ellenbogen bis zur Handwurzel.

Und das war’s auch schon. Alles notiert? Wunderbar. Nun kannst du in der Maßtabelle nachschauen, ob deine Körpermaße mit den Größen der Arbeitskleidung zusammenpassen. Angenommen, du hast eine Arbeitshose ausgewählt. Wie du der Produktseite entnehmen kannst, handelt es sich um ein Unisex-Produkt. In der Maßtabelle ist das gleich die erste Kategorie. Solltest du merken, dass deine Maße nicht unmittelbar einer Größe entsprechen, solltest du im Einzelfall eher eine Größe kleiner wählen!

Fazit: Fit is King!

Ob im Business-, Freizeit- oder Arbeitsbereich: Passform ist alles! Wenn deine Arbeitskleidung auf deinen Körper abgestimmt ist, siehst du nicht nur fabelhaft aus. Du kannst vernünftig arbeiten, ohne dass dich deine Kleidung dabei einengt, behindert oder sogar gefährdet. Achte beim Kauf also darauf, dass deine Körpermaße mit den Größen der Arbeitskleidung übereinstimmen. Wenn ich dir dennoch einen guten Rat mitgeben darf: Nicht auf gut Glück bestellen. Probier’ deine Arbeitskleidung unbedingt an, lauf etwas darin herum, hock dich hin, streck´ dich ein wenig und wenn’s passt, hast du in puncto Größe alles richtig gemacht! Es bleibt dabei: Coole Arbeitskleidung darf dir auch ruhig passen!

Apropos passen: Viele Leute wissen meist gar nicht, welche Kleidergröße sie haben! Wie sieht’s bei dir aus? Kennst du deine Maße? Schreib’s in die Kommentare!

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