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„Corporate-was? Ich habe ein Firmenlogo – ist das damit gemeint?“ Ja, auch! Aber eben nur zu einem kleinen Teil. Denn dein Logo auf deiner Website, deinen Visitenkarten oder auf deiner Arbeitskleidung eingestickt, ist nur eines von vielen Merkmalen, die sich auf den Wiedererkennungswert deiner Firma auswirkt. Aber willst du wissen, wie und womit du sie als Marke noch besser in den Kopf deiner Kunden einbrennen kannst? Dann lies unbedingt weiter!

Was ist eine Corporate Identity überhaupt?

Jede Wette hast du diesen englischen Begriff schon einmal gehört, wenn du dich schon mal ein bisschen mit dem Thema Marketing beschäftigt hast. Corporate Identity, kurz CI, heißt übersetzt nichts anderes als „Unternehmensidentität“. Es ist das Bild – so wie du es festgelegt hast – dass du an die Öffentlichkeit trägst. Es ist der Mix aus vielen Dingen – z. B. deinem Firmenleitbild, deiner Unternehmenskultur oder deiner Werte.

Wie du dir sicherlich vorstellen kannst, ist eine Corporate Identity nichts, was man sich eben mal im Großhandel kaufen kann. Hier bist du gefragt! Vielleicht denkst du dir jetzt: „Brauch ich nicht, das geht auch so!“ oder „Ich hab’ für so ‘nen Spielspaß keine Zeit!“ Ich will dich ja nicht nerven, aber wenn du hier nicht tätig wirst, legst du diesen enorm wichtigen Teil deines Unternehmens in die zittrigen Hände von Onkel Zufall. Und wenn dieser Onkel mal wieder mächtig einen im Tee hat, entwickelt sich deine Corporate Identity zum Zufallsprodukt. Was dabei so rauskommen kann? Folgendes:

  • mangelnde Identifikation deines Teams mit deiner Firma
  • schwache Kundenbindung
  • schlechter Wiedererkennungsgrad von außen
  • niedrige Motivation und / oder Unzufriedenheit im Team
  • uneinheitlicher Gesamtauftritt deines Unternehmens
  • keine klare Linie, in welche Richtung es gehen soll

und vieles mehr. Dass sich all das negativ auf das Betriebsklima und den Unternehmenserfolg auswirkt, lässt sich schon erahnen.

Wie finde ich nun meine Corporate Identity?

Wie vorgehen? Und was braucht man dafür, um seine Corporate Identity zu entwickeln? Nun, es würde den Rahmen sprengen, wenn wir jetzt mit einer CI-Lehrstunde beginnen würden, in der wir die Bestandteile einzeln wissenschaftlich aufdröseln. Haben wir da Bock drauf? Nein! Tatsächlich kommst du viel einfacher zu den richtigen Antworten – und zwar, indem du dir selbst die richtigen Fragen stellst!

Wer bin ich … ?

… und wenn ja, wie viele? Aber Spaß beiseite, das ist eine ziemlich grundlegende Frage, in der es um dein Unternehmen als solches gilt. Frage dich:

  • Warum gibt es dein Unternehmen überhaupt?
  • Was sind deine Ziele damit?
  • Was ist deine „Mission“?

Beispiele: Bist du jemand, dem Tradition wichtig ist, weil du dein Betrieb inzwischen in vierter Generation geführt wird? Möchtest du Dinge generell anders angehen als deine Mitbewerber, weil du generell einen rebellischen Touch hast? Stehst du auf Innovationen und denkst dir immer wieder etwas Neues aus? Nimm dir wirklich mal einen Zettel und einen Stift und schreibe auf, wofür du mit deinem Unternehmen stehen willst. Ein Tipp: Wenn du weißt, wer deine Haupt-Zielgruppe im Allgemeinen ist, wirst du einfacher die richtigen Worte für dein „Mission Statement“ finden.

Negativ-Beispiel gefällig? Vor ein paar Jahren sollte ich einen Über-uns-Text für die Website eines Werbeartikel-Services schreiben. Also stellte ich dem Gründer und Geschäftsführer eben jene wichtigen Fragen – wofür sein Unternehmen steht, was es objektiv besonders macht und worin er sich positiv von anderen Wettbewerbern unterscheidet. Als er antwortete, wusste ich nicht, ob ich lachen oder weinen sollte – er nölte in breitestem Hessisch: „Ja, was weiß isch?! Nix Besonderes! Mir mache’ des selbe wie alle annern auch!“.

Apropos „nix Besonderes“ – hast du was Besonderes auf Lager, wodurch du dich deutlich von deinem Wettbewerb unterscheidest? Ein einprägsames Logo, einen Slogan mit Ohrwurm-Charakter? Eine ganz bestimmte, unverwechselbare Farbe? Womit wir schon beim nächsten Punkt wären.

Wie seh ich aus?

Keine Sorge, du kannst deine Dauerwelle oder deinen Schnauzbart getrost stehen lassen, darum geht’s nicht. Wobei … wenn man an Jean Pütz oder Horst Lichter denkt, dann hat das haarige Detail im Gesicht durchaus das Zeug zum Markenzeichen. Aber nun geht es um die Äußerlichkeiten deines Unternehmens – denn so wird es mit dem Auge des Kunden wahrgenommen. Fangen wir mit der Branche an, in der du unterwegs bist: Welche Farbe drückt sie und deine Unternehmenswerte aus?

Zur Naturverbundenheit oder dem Hang zur Nachhaltigkeit, so wie sie etwa in der Forstwirtschaft oder im Garten- und Landschaftsbau verkörpert wird, passen Naturtöne am allerbesten. Allen voran Grün, Braun, Beige oder auch erdigere Rottöne. In der Gastronomie reicht die Auswahl von klassischem Weiß und edlem Bordeauxrot über sommerlich-frisches Gelb bis hin zu normalerweise eher ungewöhnlichen Farben. Du merkst: Es kommt ganz schön drauf an, was dein Unternehmen ausdrückt, wofür es steht.

Ein lockeres, junges oder junggebliebenes Team im Garten-Landschaftsbau zum Beispiel bekäme schnell einen altbackenen Touch, wenn man auf das überall schon dagewesene 08/15-Grün setzte. Probiere es hier doch lieber mit einer entsprechend helleren, frischeren Grünvariante – und zwar vom Logo, über das Webdesign und andere Werbematerialien bis hin zur Arbeitskleidung für dein Team.

Beispiele: GaLaBau-Arbeitskleidung, die eine solche Einstellung und Philosophie ausdrückt, gibt’s bei Weitblick in interessanten farblichen Abwandlungen – wie diese Bundhose in Bottle-Grün aus der Greybull-Kollektion. Oder auch eine Jungle-grüne Myforce-Latzhose. Coole Unternehmen brauchen coole Arbeitskleidung, sodass du im Gastrobereich auch gerne etwas Neues ausprobieren solltest. Wie wäre es hier mit einer Kochjacke im Denim-Look? Dank ihres Vintage-Design passt die Denim Craft Kochbekleidung von Weitblick auch prima in einen Barbershop oder in eine Werkstatt mit entsprechendem Vintage-Touch!

Aus den Eigenschaften deines Unternehmens, die du mithilfe der vorherigen Frage ermittelt hast, kannst du Farben, Formen und Designs ableiten und so ein Corporate Design entwickeln, das ein wesentlicher Bestandteil deiner Corporate Identity ist. All das sollte sich wie ein roter Faden durch deine Eigenwahrnehmung, Außendarstellung und Kommunikation ziehen. Und setz ruhig noch einen obendrauf: Wenn dir Nachhaltigkeit und Ethik wichtig ist, dann lass deine Mitarbeiter gern in nachhaltiger Arbeitskleidung herumlaufen. Weitblick hat sich in diesem Bereich sehr hohe Standards gesetzt und erhöht auch mehr und mehr den Anteil an Fairtrade-Baumwolle an seiner Workwear. Das geht bei deinem Team sowie wie auch bei deinen Kunden in Fleisch und Blut über!

Und das alles hast du von einer einheitlichen Corporate Identity

Wie gesagt: Man kann ganze Bücher mit dem Thema CI füllen und daher es ist eigentlich unmöglich, es allumfassend in einem Blogtext wie diesem abzufrühstücken. Aber du bist ein Macher und ich bin mir sicher, dass du das Prinzip dahinter verstanden hast, um dir eine einheitliche Corporate Identity aufzubauen. Es lohnt sich für dich:

  • das Erkennungsbild nach außen wirkt einheitlich, was als geordnet und organisiert empfunden wird
  • hoher Wiedererkennungswert – deine Kunden erkennen deine Marke und Produkte sofort
  • deine Kunden wissen immer, was sie erwartet, wenn sie sich an dein Unternehmen wenden – von der Kommunikation bis hin zum Versprechen
  • einmal festgelegt lassen sich Neuerungen an der CI auf Basis der bestehenden Corporate Identity einfach umsetzen
  • gesetzte Standards innerhalb des Teams
  • deine Mitarbeiter fühlen sich wertgeschätzt, wenn sie als vollwertiges Teil des Unternehmens wahrgenommen werden

Unterm Strich kommt Ordnung in das große Ganze rein –und das ist immer gut! Aber nun zu dir: hast du noch Fragen zum Thema Corporate Identity oder brauchst die eine oder andere Inspiration? Dann bist du bei uns an der richtigen Stelle!

Wir beschäftigen uns mit deinem Unternehmen und geben dir Vorschläge, mit denen du dich im Unternehmen sicherlich zu 100% wiederfindest und wohl fühlst! Denn DAS ist schließlich das Wichtigste im Job! Mehr zu unserem Dienstleistungsangebot erfährst du auch hier!

 

Selina berät dich gerne telefonisch

Telefon: 06027 506 100
Mail: service@weitblick.vision

 

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Dragan
Gelernter Koch, heute Texter, Content-Marketing-Fuzzi und Autor im WBLK-Blog. Über 10 Jahre in der Gastronomie gehen aber nicht spurlos an einem vorüber. Auch nicht beim Schreiben. Denn ein guter Text ist manchmal fast dasselbe, wie gutes Essen: Man kann noch so sehr abfeiern, was man da Tolles auf den Teller gezaubert hat – am Ende muss es vor allem den Leuten gefallen, die den Teller vor sich haben.

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