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Dass man beim Textilrenting nicht seine Arbeitsklamotten, sondern nur die Waschmaschine in der Großwäscherei miteinander teilt, erwähnte ich schon an einer anderen Stelle in diesem Blog. Heute soll es deshalb um ein anderes Thema gehen, das im Textilkreislauf mitschwimmt. Um ein Nachhaltigkeits-Thema, das aktueller nicht sein könnte: Wasser. Scheinbar haben wir ganz viel davon. Aber ist das wirklich so oder müssen wir allmählich damit anfangen, Wasser zu sparen? Und was hat der Textilkreislauf damit zu tun?

Wenn es um unseren eigenen Wasserverbrauch geht, dann umfasst das noch weit mehr, als nur das, was aus dem Wasserhahn, aus der Dusche oder aus dem Gartenschlauch kommt. Tatsächlich ist die Ressource quasi in fast allem „drin“, was man sich vorstellen kann. Stichwort: Virtuelles Wasser. Das ist die Menge an Wasser, die tatsächlich für die Herstellung eines Produkts verbraucht wird. Ein Beispiel: Um ein einziges Baumwoll-T-Shirt zu produzieren, werden bereits gut 2000 Liter Wasser benötigt. What? Ja, und da sind die Runden in deiner Waschmaschine noch nicht einmal eingerechnet.

Wasser sparen? Moment mal!

„Oh bitte, was wird das hier? Noch so ein Text mit erhobenem Zeigefinger, der mir sagt, dass ich gefälligst mehr Wasser sparen soll?“ wirst du jetzt vielleicht denken. Ich kann dich beruhigen, das wird es absolut nicht. Wer hat schon Bock darauf, belehrt zu werden? Du weißt doch selbst, wie du dich fühlst, wenn dich Mutti anruft und sie wieder eine ihrer berühmten Predigten hält. Was bekommt man da nicht alles zu hören?

„Zieh dich wärmer an, du holst dir noch den Tod, Kind! Und pass auf, die Straßen sind glatt! Überhaupt solltest du viel mehr essen, du bist so dünn geworden! Schläfst du eigentlich genug? Du siehst ganz blass aus! Ach und denk doch mal dran, endlich etwas von deinem Geld beiseite zu legen, du wirst es später brauchen! Du könntest mich auch endlich mal wieder besuchen kommen!“

Die volle Dröhnung. Okay, was tun wir in so einem Fall? Nein, wir legen den Hörer natürlich nicht beiseite, räumen nebenbei den Geschirrspüler aus und ignorieren das, was Mutti sagt! Also wirklich! Wie gemein von dir!

Nein, wir hören natürlich zu und antworten mit:
„Ja, Mutti. Ich weiß. Ja. Nein, keine Sorge. Nein, ich denk dran. Okay Mama. Ja. Ja … JAHAAA!“

Wir schalten auf Durchzug. Ich weiß, das ist auch nicht viel besser. Und dabei meint sie es ja eigentlich nur gut mit uns. Aber macht dich diese „Muttertaubheit“ automatisch zu einem schlechten Menschen, der per se auf dem Holzweg ist und grundsätzlich nie tut, was sie dir predigt? Natürlich nicht! Ohren und Hirn schalten aber nun mal ab, wenn du das Gefühl bekommst, dass dich da jemand belehren will und dir sagt, was du tun oder lassen sollst. Darum schon einmal vorweg: Das hier wird keine neunmalkluge Lehrstunde, versprochen!

 

“Okay, was ist da nun mit der Wassereinsparung?“

Danke, dass du fragst! Klar, wenn man die Wäsche nicht selbst wäscht, verbraucht man auch kein Wasser dabei. Der Waschservice beim Textilrenting aber schon – es fragt sich nur, wie viel! Du kannst dir aber in jedem Fall sicher sein: in Großwäschereien laufen ein paar Dinge anders, als bei der Wäsche daheim. Man kann es sich schon rein geschäftlich nicht erlauben, verschwenderisch mit Wasser, Waschmitteln und Energie umzugehen. Geschweige denn aus Nachhaltigkeits-Perspektive! Deswegen sind gute Waschservices technologisch auf dem allerneusten Stand und ihre Programme exakt an die Art der Kleidung und die der Verschmutzung angepasst.

Mal eben die eine einzige Hose in die Maschine geworfen, weil man sie morgen wieder braucht? Beim schnellen Arbeitskleidung waschen im Privatbereich kann das schon mal vorkommen, obwohl es wassersparmäßig nicht optimal ist. In der Großwäscherei sind die Maschinen jedoch immer voll beladen. Dann hätten wir da noch das Waschmittel. Dass eine Überdosis selten gut tut, ist ja bekannt, und so ein Waschmittel-Overload hat ohnehin keinen Effekt auf die Reinigungsleistung, im Gegenteil. Die Dosierung ist im Textilkreislauf sowohl auf die Maschine als auch auf die Wassermenge abgestimmt, die für die Waschladung benötigt wird. Folglich wird dann auch nie mehr Wasser verwendet, als unbedingt nötig.

Und das Beste: Immer mehr Waschservices setzen auf Wasseraufbereitung. Das bereits gebrauchte Wasser wird dann beispielsweise zum Waschen von Lappen verwendet – klingt vernünftig, oder? Rückgewinnung und Wiederaufbereitung von Wasser ist aber mit größeren finanziellen Investitionen und technischen Umbauten verbunden. Da sich diese nicht von heute auf morgen amortisieren, kann man davon ausgehen, dass dieser Gedanke an Ressourcenschonung über wirtschaftliche Absichten hinausgeht. Die Firma Alsco, einer der Textilrenting-Partner von Weitblick, ist ein Paradebeispiel dafür. Schön, dass man solche Dinge noch aus Überzeugung tut!

Und, auch überzeugt?

Mit dem Textilrenting schlägst du gleich drei Fliegen mit einer Klappe. Denn:

  1. du musst keinen Finger mehr krumm machen, damit dein Team und du in blitzblanken, tiptop-gepflegten Arbeitsklamotten herumlaufen könnt,
  2. deine Mitarbeiter werden den Service zu schätzen wissen und
  3. du sorgst nebenbei dafür, dass die Umwelt geschont und jede Menge Wasser gespart wird.

Viele Leute verbinden Wassereinsparung hauptsächlich mit ‘nem finanziellen Nutzen. Das ist prinzipiell auch richtig, aber nicht der einzige Grund, warum es so wichtig ist, Wasser zu sparen. Das Schöne ist ja: wenn wir hierzulande den Wasserhahn aufdrehen, haben wir das beste Wasser weit und breit parat. Es heißt zwar, dass wir in Deutschland weltweit die höchsten Wasserpreise haben, aber hey, 1000 Liter Top-Trinkwasser kosten im Durchschnitt gerade einmal zwei Euro! Weil aber so viel gutes Wasser so einfach verfügbar ist, kann man das schnell für selbstverständlich erachten und nicht immer so sparsam damit umgehen, wie es die Ressource eigentlich verdient hätte.

In anderen Ländern sieht es mit Trinkwasser nämlich deutlich schlechter aus. Sowohl qualitativ als auch in puncto Verfügbarkeit. In Kapstadt, der Hauptstadt Südafrikas, ist zum Beispiel das Leitungswasser auf 50 Liter pro Person und Tag begrenzt – das ist weniger als die Hälfte der durchschnittlich 121 Liter, die wir hierzulande täglich verbrauchen. Und weil sie global ungleich verteilt ist, sieht es ganz danach aus, als würden sich global Konflikte um die lebenswichtige Ressource anbahnen.

Wir haben hierzulande jede Menge Wasser parat. Aber wer weiß, ob sich das nicht durch Extremsommer, Trockenheit und andere Faktoren eines Tages ändern könnte? Durch das Mieten deiner Arbeitskleidung, wirst du selbstverständlich nicht die globalen Probleme in der Wasserversorgung lösen, das ist klar. Aber dein Handeln trägt dazu bei, dass hier vor Ort Ressourcen geschont werden. Und das ist schon eine ganze Menge!

Ebenfalls nicht zu vergessen: Wenn du dich für Arbeitskleidung von Weitblick entschieden hast, dann hast du dich für etwas entschieden, das schon bei der Materialauswahl eine ziemlich nachhaltige Sache ist. Und in Kooperation mit anderen Herstellern will Weitblick das Ganze noch weiter ausbauen. Dann macht es ja auch nur Sinn, wenn du deiner Arbeitskleidung während ihrer Lebenszeit ebenso ein Nachhaltigkeitsprogramm verpasst!

Im Übrigen war Weitblick auch direkt bei seinen Partnern der Mietwäsche vor Ort und hat sie innerhalb einer Deutschland-Tour zum Thema „Nachhaltiger Textilkreislauf“ interviewt: Mehr zu den Interviews

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Dragan
Gelernter Koch, heute Texter, Content-Marketing-Fuzzi und Autor im WBLK-Blog. Über 10 Jahre in der Gastronomie gehen aber nicht spurlos an einem vorüber. Auch nicht beim Schreiben. Denn ein guter Text ist manchmal fast dasselbe, wie gutes Essen: Man kann noch so sehr abfeiern, was man da Tolles auf den Teller gezaubert hat – am Ende muss es vor allem den Leuten gefallen, die den Teller vor sich haben.

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