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Fragst du dich auf öfter, wie die Welt, unser Alltag und unsere Gewohnheiten wohl nach der Pandemie aussehen werden? Natürlich! Jedem von uns ist klar, dass sich in Zukunft eine Menge ändern wird. Vielleicht sollten wir uns aber gar nicht zu sehr mit dem Danach beschäftigen, sondern schauen, was wir genau jetzt tun können. Denn das könnte einen wesentlichen Einfluss darauf nehmen, was sich in Zukunft ändert. Mir sind drei Punkte in den Sinn gekommen, die dabei helfen können, in der Coronazeit umzudenken, um sich für die Zeit nach Corona zu rüsten!

Punkt 1: Mit der Ressource Zeit anders umgehen

Mal ehrlich: Wie oft haben wir uns vorgenommen, endlich den Keller aufzuräumen, den Kleiderschrank auszumisten, das Wohnzimmer zu streichen, das Buch zu lesen, eine Weiterbildung anzufangen, und und und. Und wie oft haben wir letztendlich gesagt: „Dafür habe ich keine Zeit“ ? Bei manch einem ist es vielleicht nur eine Ausrede, bei vielen aber die unschöne Realität. Zum einen spannt uns der Job ein – klar, den einen stärker, den anderen weniger. In der Regel dauert ein Arbeitstag acht Stunden, zuzüglich Pendeln, Pausen und anderen Verzögerungen. Abzüglich weiterer acht Stunden für unseren Schlaf bleiben uns wenige Stunden pro Tag, in die wir aber noch Kino- und Restaurantbesuche, das Fitnessstudio, Konzerte, Festivals, Sportevents, Freunde treffen oder Netflix hineinstopfen können. Dank Corona ist bis auf Letzteres plötzlich all das verboten, geschlossen oder abgesagt (wofür wir im normalen Alltag zuvor aber ohnehin wenig Zeit hatten). Einerseits ist es ärgerlich, andererseits dreht sich die Welt trotzdem weiter. Und kann es sein, dass seit der Pandemie neben Netflix nun eine neue Freizeitbeschäftigung namens „Nichts“ in dein Leben getreten ist? Vielleicht lohnt es sich ja, darüber nachzudenken, ob wir ihr auch nach Corona ein wenig Zeit in unserem Alltag einräumen!

Punkt 2: Ein paar Dinge hinterfragen

Das knüpft schon nahtlos an Punkt 1 an. Ich will dir nicht mit irgendwelchem spirituellen Kram über Sinnsuche und so weiter kommen, aber: Jetzt, wo wir durchschnittlich mehr Zeit als gewöhnlich haben, können wir sie auch dazu nutzen, mal zu hinterfragen, was wir im Alltag sonst tun, warum wir diese Dinge tun und ob wir sie wirklich brauchen. Ein Restaurantbesuch gehört zu einem schönen Tag einfach dazu, zweifellos. Auswärts essen schmeckt aus mir unerklärlichen Gründen meistens doppelt so gut. Doch hast du in letzter Zeit nicht auch des Öfteren mal daheim gekocht und gemerkt: „Hey, das geht schnell, ist lecker, gesünder und unterm Strich auch noch günstiger, als der Kram, den ich mir aus Zeitmangel sonst beinahe täglich auf Heimweg aus dem Drive-In raushole!“. Oder dass eine halbe Stunde Sport im Wohnzimmer einen nicht umbringt? Oder dass das Arbeiten im Homeoffice ziemlich gut funktioniert und man sich die eine oder andere Pendelfahrt inklusive Staus, Zugverspätungen oder Vollsperrungen sparen kann? Vielleicht bist du auch Arbeitgeber und denkst dir: Hey, ich muss als Chef nicht unbedingt auf alles ein Auge haben – ich habe ein großartiges Team, das seine Arbeit auch verdammt gut von zu Hause erledigen kann. Und sogar die Video-Meetings sind irgendwie kürzer und produktiver als sonst! Tatsache ist: Eine Menge der Dinge, die wir jetzt in dieser eingeschränkten Phase tun, die inzwischen für viele zur Routine gehören und zur Gewohnheit geworden sind, können wir auch nach der Coronazeit fortführen. Und trotzdem wird es uns nicht unglücklich machen, wetten?

Punkt 3: Flexibilität einüben

Damit meine ich nicht, dass du jeden Morgen ein paar Dehnübungen machen solltest, um nicht einzurosten (obwohl es wahr ist!). Ich meine damit, dass wir dieses Virus neben allen schlechten Seiten und katastrophalen wirtschaftlichen Auswirkungen als Lehrstunde dafür ansehen können, wie wir auf eine völlig neue, nie dagewesene Situation flexibel und kreativ reagieren können. Beruflich wie menschlich. Beruflich in der Hinsicht, als dass wir unsere Geschäftsmodelle überdenken, sie an die Krise anpassen und das Beste daraus machen. Prozesse ändern, andere Produkte und Services anbieten. Von Offline- auf Onlinegeschäft umschalten. Das haben viele Unternehmen auch hervorragend umgesetzt und ich drücke ihnen die Daumen, dass ihnen die Pandemie wirtschaftlich nicht zu stark zusetzt, damit all die Mühe nicht umsonst war. Aber auch menschlich können wir nach allem gestärkt aus der Krise hinausgehen. Wenn wir weiter aufeinander achten und uns gegenseitig unterstützen. Wenn wir den Leuten noch mehr Wertschätzung erweisen, die im Moment eine Menge bewegen, um halbwegs Normalität im Gesundheitsbereich, im Einzelhandel und vielen anderen Branchen herzustellen. Wenn wir uns vor Augen halten, was für einen Brocken wir da gestemmt haben. Denn, wenn wir das geschafft haben, können wir alles schaffen. Wie es geht, wissen wir ja jetzt!

Fazit: Was wir jetzt einüben, ändert später alles

Jetzt ist die Zeit, in der wir keine andere Wahl haben, als umzudenken. Aber es ist auch die Zeit, die Weichen für später zu stellen. Zum Beispiel von der gesünderen Ernährung und mehr Sport über mehr Digitalisierung im Job bis hin hin zum Anpassen seines Geschäftsmodells. Für die Zeit nach Corona! Und das geht wohl am besten mit der Einstellung, die man in seinem Job täglich einbringt. Du weißt schon: Entweder richtig oder gar nicht. Kein halbherziger Optimismus also! Es gibt ja immer zwei Optionen – aufgeben oder sich etwas einfallen lassen und weitermachen. Für dich als Macher kommt doch ‘eh nur letztere infrage, oder?

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